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Samstag, 7. Februar 2015

Britische Dating-Show: Undateables - Partnersuche mit Handicap



In Großbritannien sorgt eine „Kuppelshow“ der etwas anderen Art für Aufsehen: „Undateables“, eine Realityserie mit Menschen, die „anders sind“, die auf dem Sender Channel 4 ausgestrahlt wird. In Deutschland ist die etwas umstrittene Datingshow auf dem Privatsender (Bezahlsender) TLC unter dem Titel „Partnersuche mit Handicap“ zu sehen.

Behinderung ist oft ein Liebes-Handicap

Jeder Mensch ist anders. Jede Person ist einzigartig. So auch Menschen mit Handicap. Jene haben es jedoch nicht leicht, die Liebe fürs Leben zu finden. Es wird immer vergessen, dass sowohl körperlich Gehandicapte als auch geistig Zurückgebliebene durchaus Gefühle haben. 

Sie haben trotz ihrer Behinderung oder ihres Defizits ein Anrecht auf Liebe und Zärtlichkeit. Aber all dies zu finden, Liebe, Glück, Geborgenheit, ist schwer für Menschen mit Handicap.

Die britische Datingshow „Undateables“, zeigt, wie liebenswert und einzigartig die Kandidaten sind, die sich nach Liebe sehnen. Die Frauen und Männer haben alle einen „Makel“. Doch sie verstecken sich nicht, sondern stellen sich der Öffentlichkeit vor, in der britischen Realityshow. Getreu dem Motto: Wir sind anders, aber wir sind, wie wir sind, und so wie wir sind wollen wir geliebt werden!

Partnersuche mit Handicap: Die Kandidaten bei Undateables

Die Kandidaten in der umstrittenen Dating-Show aus Großbritannien sind unterschiedlicher, wie Menschen nicht sein können. Da ist die quirlige Mary Russell aus London, die trotz ihrer 46 Jahre nicht größer als ein Kind ist. Sie ist „kleinwüchsig“ und misst gerade einmal 1,24 m. Die dunkelhäutige Powerfrau im Miniformat wünscht sich nichts sehnlicher, als endlich einen Mann zu finden, zu dem sie aufblicken kann, der keine Angst hat vor neugierigen Blicken, wenn sie mit ihm zusammen auftaucht, der sie so liebt und akzeptiert, wie sie ist. Die „kleine Frau“ aus England, die in Huddersfield (einer Kleinstadt im englischen Norden) gemeinsam mit 8 Geschwistern aufwuchs, studiert Kunstgeschichte, modelt trotz „Zwergenwuchs“ und ist überdies Mutter eines 16-jährigen Sohnes.


Ein weiterer Kandidat von „Undateables“ ist der 23-jährige Brent, der das Tourettesyndrom hat. Wenn der junge Mann seine „Tics“ bekommt, kann es durchaus passieren, dass er verbal ausfällig wird. Wer nicht weiß, wie Brent „tickt“, hält ihn oft für unverschämt. Dabei meint er es weder persönlich noch böse, wenn er plötzlich „Fuck you!“ oder „Scheißkerl!“ schreit bzw. andere Kraftausdrücke von sich gibt. Dass weiß inzwischen auch die hübsche, blonde Challis, die der junge Mann mit Tourettesyndrom beim ersten Date mit eben diesen Worten begrüßte. Die beiden sollen kurz vor Weihnachten geheiratet haben, wie es aus Presseberichten hervorgeht. In diesem Fall hat die umstrittene Kuppelshow aus Großbritannien bereits für ein Liebes-Handicap-Happy-End gesorgt. 

Vielleicht finden die anderen Kandidaten dank „Undateables“ ebenfalls das große Liebeslück. Die junge Frau mit Down-Syndrom (Trisomie 21) oder der 41-jährige Justin, dessen Gesicht von Tumoren entstellt ist, da er an Neurofibromatose leidet als auch die anderen Menschen mit Handicap, die auf Partnersuche sind. Zu wünschen wäre es ihnen. 
 


Undateables ist feinfühliger als deutsche Kuppelshows

Ist die britische Dating-Show deswegen so „brisant“, weil sie angeblich Menschen mit Handicap „vorführt“, die auf der Suche nach einem Partner bzw. einer Partnerin sind? Von Vorführung kann in dem Fall nicht die Rede sein. Wenngleich auch die Undateables-Kandidaten sich von anderen Singles unterscheiden, eben weil sie gehandicapt sind, so werden sie wesentlich würdevoller und menschlicher behandelt als jene Singles, die im deutschen Fernsehen zum „Affen gemacht werden“. Wie die weiblichen und männlichen Kandidaten in der Kuppelshow „Schwiegertochter gesucht“. 

Liz Warner, die Produzentin der britischen Reality-Serie „Undateables“ hat sich durchaus etwas bei ihrem Konzept gedacht. Nicht etwa, wie böse Zungen behaupten, die Menschen mit ihren gesundheitlichen Beeinträchtigungen in der Öffentlichkeit vorzuführen. Viel eher stellt sie jene in den Mittelpunkt, um auf sie aufmerksam zu machen. Damit auch diese Personen, die sonst eher am Rande der Gesellschaft stehen, bemitleidet oder belächelt werden, irgendwann glücklich mit einem Partner werden können. Gefühle haben nicht nur gesunde Personen für sich gepachtet, auch Menschen mit Handicap haben ein Recht auf Liebe und daran ist nichts Verwerfliches, nichts Falsches und nichts, wofür sie sich schämen müssten.   





Freitag, 22. November 2013

Der EinkaufsFuchs: Blinde haben Anspruch auf eine Einkaufshilfe



Wer blind oder sehbehindert ist, weiß, wie schwierig das Einkaufen sein kann. Oft weiß man nicht, welchen Inhalt Dosen und Verpackungen enthalten. Sicherlich gibt es hilfsbereite Kunden als auch Verkaufspersonal, was hochgradig sehbehinderten Menschen gerne behilflich ist. Allerdings möchte nicht jeder, der nichts sehen kann, stetig andere Leute um Gefälligkeiten bitten. Deswegen gibt es Hilfsmittel für Blinde, die den Einkauf erleichtern.

Der Einkaufsfuchs hilft blinden Menschen


Eine sehr praktische Einkaufshilfe ist der „EinkaufsFuchs“. Diesbezüglich handelt es sich um ein mobiles Lesegerät, was in der Lage ist Produkte und Gegenstände zu „erkennen“. Der Barcode-Leser erfasst den auf Waren aufgedruckten Strichcode und kann mittels Sprachausgabe Produktnamen und Füllmenge nennen. Der EinkaufsFuchs ist für hochgradig Sehbehinderte eine optimale Einkaufshilfe. Das elektronische Gerät sorgt für mehr Unabhängigkeit, da das lästige Nachfragen in den Geschäften entfällt und die gehandicapten Personen eigenständiger handeln können. 

Da das Lesegerät die Strichcodes mit einer internen Datenbank abgleichen kann, die Informationen von weit über 2 Millionen Artikeln besitzt, erfahren die Nutzer nicht nur, was sie gerade in der Hand halten, sondern werden überdies darüber aufgeklärt, von welchem Hersteller das jeweilige Produkt ist. Die Einkaufshilfe für Blinde kann noch sehr viel mehr. Ich empfehle daher, einmal direkt die InternetseiteSynphon.de zu besuchen. Dort gibt es ausführliche Informationen zum EinkaufsFuchs als auch zu anderen elektronischen Hilfsmitteln für Sehgeschädigte.

Bezahlt die Krankenkasse die elektronische Einkaufshilfe?


Wenn es darum geht, Gelder einzuziehen, geht alles sehr schnell. Wer hingegen Ansprüche geltend machen möchte, stößt bei den Krankenkassen mitunter auf taube Ohren. So ging es auch einer blinden Frau aus Berlin, die sich einen EinkaufsFuchs zugelegt hatte und die Kosten dafür der Krankenkasse in Rechnung stellte. Diese wehrte sich allerdings gegen die Kostenerstattung. Die gehandicapte Berlinerin legte jedoch Klage ein. Mit Erfolg. Das Bundessozialgericht entschied im März 2011, dass der Barcode-Leser ein anerkanntes Hilfsmittel für hochgradig Sehbehinderte ist, was von den Krankenkassen bezahlt werden muss. 
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Wie und wo kann man einen Schwerbehindertenausweis beantragen?



Auch wenn einige Behinderungen sofort sichtbar sind, heißt es noch lange nicht, dass eine hochgradige Schwerbehinderung vorliegt. Nicht jeder Mensch mit Handicap ist deshalb Besitzer eines Schwerbehindertenausweises. Wer allerdings ein solches Dokument beantragen muss, steht oft vor vielen Fragen.  

Wo kann der Antrag auf einen Schwerbehindertenausweis gestellt werden?
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  • der Antrag kann beim Versorgungsamt gestellt werden

  • sofern es sich um eine formlose Antragsstellung handelt, wird das Formular dem Antragsteller per Post zugeschickt

  • einige Versorgungsämter bieten die Möglichkeit, den Antrag auf einen Schwerbehindertenausweis online auszufüllen

Was ist dem Antrag auf einen Schwerbehindertenausweis beizufügen?
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Unabdingbar ist die ärztliche Bescheinigung (Gutachten), die Auskunft über die Art der Behinderung gibt.
 
Wer ermittelt den Grad der Behinderung (GdB)?


  • anhand des ärztlichen Gutachtens lässt das Versorgungsamt den GdB ermitteln

  • Punktwerde, welche für diverse Schädigungen und einzelne Krankheitsbilder festgelegt sind, bilden die Basis für die Einstufung 
 
Kann gegen die Festlegung des GdB Widerspruch eingelegt werden?

Wer den eingetragenen Grad der Behinderung anzweifelt bzw. damit nicht einverstanden ist, kann Widerspruch einlegen. Der Widerspruch ist an jene Stelle zu richten, die im Bescheid des Versorgungsamtes unter dem Vermerk „Rechtsbehelfsbelehrung“ aufgeführt wird.    

diadema-pflege.de
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Welche Merkzeichen gibt es und was bedeuten sie?

ag steht für außergewöhnlich gehbehindert
B bedeutet, dass die Berechtigung zur Mitnahme einer Begleitperson vorliegt
G zeichnet eine erhebliche Beeinträchtigung der Bewegungsfreiheit im Straßenverkehr aus
H steht für hilflose Person
Bl ist das Merkzeichen für Blinde
Gl kennzeichnet eine gehörlose Person
RF bedeutet, dass jene Person des Schwerbehindertenausweises alle Vorgaben erfüllt, um von der Rundfunkgebührenzahlung befreit zu werden

Inhaber eines Schwerbehindertenausweises mit den Merkzeichen ag können auf Behindertenparkplätzen als auch im eingeschränkten Halteverbot parken, sofern ein entsprechender Antrag bei der zuständigen Verkehrsbehörde gestellt wurde. 

Bilddesign Kerstin Schuster 
Ausweisinhaber mit den Merkzeichen H und Bl können die Nahverkehrsmittel bundesweit kostenlos nutzen. Gehbehinderte (Merkzeichen G) erhalten auf Antrag beim Versorgungsamt eine Wertmarke zur freien Fahrt, die ein Kalenderjahr gültig ist.  
  
Wer trägt die Merkzeichen in den Schwerbehindertenausweis ein?



Die Merkzeichen werden gleichfalls vom Versorgungsamt vergeben. Sie werden auf der Rückseite des Schwerbehindertenausweises eingetragen. Auf der Internetseite www.versorgungsaemter.de finden Sie eine Liste, in der alle Adressen der Versorgungsämter in Ihrer Region als auch die, der gleichgestellten Behörden eingetragen sind.